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In relatie zijn met jezelf

(In het Duits)

Zuhause in mir

– geschrieben im Mai 2021 aber immer noch aktuell – 

Ein Erfahrungsbericht von Caroline Versteeg über das „Vollständig Inkarniertsein“

In den letzten Monaten ist mir einiges klar geworden: 
im Herbst 2020 habe ich den vollständigen Einzug in meinen Körper gefunden. Wahrscheinlich während der ersten Healing Session mit einer Sufi-Heilerin. 

Seitdem bewohne ich jede Zelle meines Körpers. Fühle mich „rund und erfüllt“ einfach mit mir. Da braucht es nichts und niemanden, um mich glücklich und  „ganz“ zu fühlen. 

Erst jetzt, wo ich es spüre, weiß ich, was genau damit gemeint ist. In der Theorie kann man es nicht wirklich begreifen…
Früher war ich – ohne mir dessen bewusst zu sein – auf der Suche nach einem Menschen, mit dem ich eine enge symbiotische Beziehung eingehen wollte.
So, wie ich das eben als Kind im Familiengefüge als „Liebe“ kennengelernt hatte.
Welch ein Missverständnis!!
Etwas, das Energie saugt, das sich in das Energiefeld hineindrängt und einer Seele „Raum und Atem“ nimmt, ist keine Liebe. 

Mittlerweile verstehe ich, dass der Wunsch nach einer symbiotischen Beziehung daher kam, eine – zumindest partielle – innere Leere in mir auszufüllen. Diese innere Leere hatte ich aber nie bewusst in mir gefühlt! Erst rückwirkend verstehe ich, was da los war. 

Wieso Leere? 

Durch die Bedingungen in meiner Herkunftsfamilie war ich so geprägt, einen Teil meiner Seele weit aus dem Körper auszulagern. Mein Energiefeld war offen. Ich war ja schließlich zuständig  für die Erfüllung von diversen Bedürfnissen meiner einzigen Bezugspersonen. Bot ihnen tatsächlich Raum und Ankerplatz in meinem Energiefeld. Welch Überforderung für ein kleines Mädchen!! 

Erst über viele, viele Jahre auf dem Weg des Bewusstseins und zahlreichen Prozessen hat sich alles Schicht für Schicht offenbart. Was wir nicht durchfühlen, sondern bloß im Geiste „verarbeiten“, ist noch längst nicht durch! 

Also… in meinem Sabbatical 2019 und dem „Sabbatical-Special on top“ durch 2020 hindurch, konnte ich endlich so einiges durchFÜHLEN. Ja, auch durchLEIDEN. Es war heftig, aber hat sich gelohnt. Denn Stück für Stück habe ich Seelenanteile zurückgeholt. Bis ich im Herbst auf Sardinien ganz in meinen Körper eingezogen bin.

Ja, JETZT ist jemand Zuhause! Endlich …. mit 50 Jahren ist mir das bewusst geworden! 

Symbiose funktioniert seitdem einfach gar nicht mehr für mich, fühlt sich sehr unangenehm an – da in mir keine Leere mehr ist, die gefüllt werden will. 

Die nächste Erkenntnis: die schönsten beglückendsten Beziehungen (das kann auch eine Freundschaft mit lieben Freundinnen sein, muss nicht eine Partnerschaft mit einem Mann bedeuten) sind überhaupt erst die zweier Seelen, die jede voll und ganz in ihrem Körper Zuhause ist. Ohne innere Leere, die gefüllt werden will. Denn dann begegnet man sich mit innerer Weite und Freisein… zieht und zoppelt nicht am anderen energetisch…. und auch an einem selbst wird nicht gezerrt und energetisch gesogen. 

Frei von Bedürftigkeit. 

Alles, jede Begegnung in dieser Qualität, ist ein Sahnehäubchen fürs Leben, obendrauf.  Als Dreingabe und Geschenk zusätzlich zum Glück, endlich voll und ganz im Körper zu sein. 

Und noch eine Erkenntnis: seit mir das alles bewusst geworden ist, erkenne ich, wieviele Menschen nicht voll Zuhause sind. Dass da ungestillte Bedürfnisse sind, die die Menschen versuchen mit etwas aus dem Außen zu befriedigen. Völlig verständlich und menschlich…. und doch erzeugt es allermeistens bloß neues Leiden.

Was hat mir geholfen?

Mir persönlich half 2020 durch die Herausforderungen von Lock-Downs, gesellschaftlicher Ausgrenzung etc die Sufi-Übung „Ya Jami – Ya Wasi“ beinahe 24/7 zu rezitieren. 

Das bedeutet: Oh Verbundenheit (mit der Gemeinschaft) – oh Weite (Seele spannt die Flügel aus)
Ausgesprochen: ja-dschami — ja-wahsi (das w wie in Englisch „water“) 

Darin konnte ich mich quasi sofort mit Beginn der Übung hineinentspannen. Es trug mich, bot mir meinen innerlichen Schutzraum. 24/7 bedeutet, dass ich es selbst beim Einschlafen oder nachts beim Herumdrehen auf die andere Seite noch murmelte oder innerlich sprach, im Rhythmus des Atmens. Es ist auch eine wunderbare Begleitung zur langsamen Gehmeditation oder Wanderung. 

Und ja…. Sicherlich gibt es auch viele andere gute Übungen mit dem gleichen Effekt. Mir persönlich half eben diese. 

Nachtrag, August 2025: 

Die Sufi-Übung ist zu verstehen wie die Einnahme von homöopathischen Globuli im universellen Kontext, das heißt, jenseits von religiösen Lehren & Konzepten. Ich empfehle sie noch immer als energetische „Medizin“. Sie ist frei anwendbar und „funktioniert“ erwiesenermaßen auch dann, wenn du nichts sonst vom Universellen Sufismus weißt.